06.11.2020

Nun haben wir auch die verblühten Sonnenblumen entfernt und die Kerne auf dem Beet verteilt. Entweder wachsen dort nächstes Jahr neue Sonnenblumen oder die Vögel freuen sich über ein paar leckere Sonnenblumenkerne 😊. Den Rest des Lavendels haben wir auch noch kurz beschnitten und außerdem etwas Laub entfernt, damit die Pflanzen darunter mal wieder Licht bekommen.

27.10.2020

Die Stadt will in unserem Beet zwei Bäume pflanzen. Einerseits freut uns das, weil wir uns viel mehr Grün in der Stadt und auf dem Campus wünschen, aber leider haben die einfach zwei Löcher gegraben und die Erde dort durch „Baumpflanzsubstrat“ ausgetauscht, ohne uns vorher in irgendeiner Weise zu informieren bzw. die Aktion mit uns abzusprechen. Deswegen sind jetzt leider auch ein paar unserer Bodendecker und einige Blumenzwiebeln mit der ursprünglichen Erde verschwunden…

Foto von den zwei Stellen, wo die Erde ausgetauscht wurde.
Foto: Carsten Engeln

25.09.2020

Heute Nachmittag haben wir uns nach der FFF-Demo nochmal getroffen und die (Wild-)Blumen, die wir im Frühjahr ausgesät hatten, entfernt, da die alle mittlerweile verblüht und teilweise schon vertrocknet waren. Ein Teil davon wird nächstes Jahr hoffentlich wiederkommen, da die Mischung mehrjährig ist. Auch das Unkraut, was dazwischen wuchs, konnten wir nun ohne Probleme vollständig entfernen.

Im Anschluss haben wir auf der nun recht kahlen Fläche knapp 350 Blumenzwiebeln eingepflanzt. Die teilen sich (nicht unbedingt gleichmäßig) auf folgende Arten auf: Narcissus , Galanthus (Schneeglöckchen), Muscari, Crocus und Anemone. Die meisten davon sind besonders bienenfreundlich, natürlich winterhart und mehrjährig. Im Moment sieht das Beet zwar eher kahl aus, aber im Frühjahr (ab Februar / März) werden die Blumen dann aus dem Boden schießen und blühen, bevor die Wildblumen wieder wachsen oder wir nochmal etwas nachpflanzen können.

10.09.2020

Heute haben wir wieder mal etwas Unkraut entfernt und den Teil der Lavendel beschnitten, die schon verblüht waren, damit die schon jetzt wieder neue Triebe bilden können und im nächsten Jahr etwas früher blühen. Der andere Teil war vorher schon teilweise verblüht, aber die Lavendel sind aufgrund des warmen Wetters sogar nochmal ausgetrieben und blühen im Moment noch, deswegen werden wir die erst später beschneiden.

Es kam ein ziemlich großer Haufen an Grünabfall zusammen, den wir den Gärtner*innen der RWTH mitgeben konnten, die um die Ecke arbeiteten und die den „Müll“ dort abluden, wo die RWTH alle Grünabfälle sammelt. Da ist er besser aufgehoben als in den Mülltonnen hinter der Bibliothek, da die nur Restmüll und Papier haben, was definitiv mal überdacht werden sollte.

13.08.2020

In den letzten Wochen ist einiges gewachsen. Jetzt haben wir „Schwarzen Nachtschatten“ und „Melde“ aus dem Beet entfernt, da vor allem der schwarze Nachtschatten sehr giftig ist. Außerdem: Wenn diese einmal Samen gebildet haben und diese dann in die Erde gelangen sind, sind sie sehr lange (bis zu 40 Jahre) keimfähig und dann kommen sie jedes Jahr wieder. 

In der Zwischenzeit haben wir immer mal wieder etwas Unkraut gejätet, sodass der Lavendel und der Bodendecker nicht zu sehr zuwachsen, und immer noch regelmäßig gegossen. Aber mit den Klausuren kommt man da nicht immer ganz hinterher.

26.06.2020

Da wir letztes Mal nicht alles geschafft haben, haben wir uns heute nochmal zum Unkraut jäten getroffen. Vor allem bei den Lavendeln und dem Bodendecker im vorderen Bereich ging es zur Sache.

Man sieht beim Wuchs schon Fortschritte: Die Schmetterlingsblumen sind Großteils gekeimt und wachsen gut, von den Akeleien sieht man leider fast gar nichts, von den Waldvergissmeinnicht auch nicht, aber ein Teil der Schattenblumen ist ebenfalls gekeimt. Wahrscheinlich war es einfach zu warm und wir sind dann manchmal mit dem Gießen nicht schnell genug hinterhergekommen. Wenn man Pflanzen aussät, muss die Erde eigentlich immer feucht bleiben, was bei dem warmen Wetter aber schwierig war. Immerhin wachsen die Schmetterlingsblumen gut. Teilweise ist auch viel „Unkraut“ dazwischen, aber auch das blüht, je nach Art, teilweise ganz schön und deswegen lassen wir einen Teil, wie z.B. das „Franzosenkraut“ und den „Löwenzahn“ erstmal stehen und gucken, was draus wird.

Aufgrund der anhaltenden Hitze müssen wir immer noch alle ein bis zwei Tage gießen.

20.06.2020

So langsam nimmt das Unkraut überhand, wie auf dem Foto zu sehen ist. Da wo die Lavendel und Blauschwingel gepflanzt wurden, kann man Unkraut, von dem, was wir gepflanzt haben, sehr gut unterscheiden. An den anderen Stellen, wo wir Blumen ausgesät haben, ist das noch nicht möglich. Da lassen wir es erstmal einfach weiter wachsen 😉 Zwischendurch kam einfach eine Passantin vorbei und hat uns Eis gebracht, „weil wir in der Sonne Unkraut jäten müssen“. Es gibt echt nette Menschen!

16.05.2020

Heute ist es endlich soweit und wir könenn mit der Bepflanzung des Beetes starten. Dazu haben wir folgende Pflanzen gekauft: Lavendel, Bodendecker „vinca minor“ und Blauschwingel, sowie eine Reihe von Tüten mit Samen von Akeleien und Waldvergissmeinnicht. Auch zwei Saat-Mischungen haben wir gekauft:  Schmetterlingsblumen und Schattenblumen. Eigentlich wollten wir noch Storchschnabel pflanzen, da dieser sehr lange und oft blüht, und die Akeleien auch nicht aussäen, sondern als Topfpflanze kaufen, aber leider hatte der Baumarkt diese (noch) nicht.

Die Pflanzen haben wir nach Bienen- und Insektenfreundlichkeit ausgesucht. Zudem müssen sie auch für die Standort, die (teilweise sehr steinige) Erde geeignet und einigermaßen widerstandsfähig sein. Außerdem ist es wichtig, dass es sich um mehrjährige Pflanzen handelt, damit man nicht jedes Jahr neue kaufen muss.

Die Stadt sollte das Beet pflanzfertig vorbereiten. Der Trupp, der die Grünflächen pflegt, ist wohl auch mal mit der Fräse da durchgegangen, aber anscheinend nur sehr oberflächlich, was wir leider erst feststellen konnten, als wir die ersten Blumen einpflanzen wollten. So mussten wir die teils sehr harte Erde, die teilweise auch mehr Stein als Erde war und eben so viele Steine enthält „per Hand“, also mit Spaten und Schüppe, umgraben.

Im vorderen Teil ist uns dann auch noch aufgefallen, dass dort ca. 10 cm tief unter der Erde noch ein halbes Fundament (wahrscheinlich von einem ehemaligen Kantenstein) längs für 4-5m durchs Beet läuft… So viel dazu, dass die Stadt es pflanzfertig vorbereitet hat, aber da konnten wir jetzt auch nichts mehr dran ändern, die Pflanzen sind ja schon gekauft und müssen bald in die Erde…

So stand uns schnell der Schweiß auf der Stirn, denn es war sehr sonnig und wir mussten, wenn wir näher aneinander arbeiteten, auch noch die Masken aufbehalten. Nach fünf Stunden, hatten wir das ganze Beet einmal umgraben und konnten dann endlich mit dem eigentlichen Pflanzen anfangen.

Als wir die Blumen angießen und dazu Wasser aus der Bibliothek holen wollten, war diese geschlossen und auch die Hausmeister*innen waren nicht erreichbar, obwohl wir vorher mit der Hochschulverwaltung bzgl. der Wasserversorgung gesprochen hatten. So blieb uns nichts anderes übrig, als Wasser aus dem deutlich weiter entfernten AStA und aus dem Hauptgebäude zu holen.

Nach knapp acht Stunden Arbeit ohne große Pausen, waren wir dann endlich fertig und hatten alles eingepflanzt bzw. ausgesät. Wir waren froh, das das geschafft war und hatten uns so einiges einfacher vorgestellt, was auch sicherlich der Fall gewesen wäre, wenn die Stadt das Beet vernünftig vorbereitet hätte….

Jetzt müssen wir in den nächsten Wochen möglichst täglich gießen, damit die Erde feucht bleibt und möglichst viele der Samen auch wirklich keimen. Das Wasser holen wir mit Gießkannen aus der Bibliothek. Da läuft man mit zwei Gießkannen schon gut fünf bis sechs Mal hin und her, damit jede Pflanze auch nicht nur einmal ein bisschen Wasser abbekommt. Leider ist die Bib samstags und sonntags geschlossen. Hoffentlich trocknen die Samen da nicht zu sehr aus….

Fotos: Simon Roß

Das Beet wurde laut Stadt pflanzfertig vorbereitet. Jetzt sieht es zumindest nicht mehr so wild aus und außerdem wurden die Büsche etwas gestutzt. Das Efeu sollte eigentlich auch entfernt werden, anscheinend haben die das aber vergessen.

Beet vorbereitet
Foto: Simon Roß

Das Beet, für das wir eine Patenschaft bei der Stadt Aachen übernommen haben, liegt an der Ecke Wüllnerstraße / Templergraben, also neben dem Super C und vor der Uni-Bibliothek. Hier ist der Zustand des Beets zu sehen, bevor wir angefangen haben, es zu bepflanzen:

Beet vorher
Foto: Carsten Engeln